Wat Phan Ohn (วัดพันอ้น) wurde 1501 im Auftrag von König Phra Muang Kaeo (1495-1525) erbaut, einer blühenden Ära, die historisch als Lanna-Königreich (Thai: อาณาจักรล้านนา).
Das 15. Jahrhundert war die Blütezeit des Lanna-Königreichs, und Chiang Mai, seine Hauptstadt, nahm eine bedeutende Stellung in Religion, Handel und Kultur ein. Durch die Verschmelzung verschiedener ethnischer Gruppen sind die alten Tempel und Hallen in Chiang Mais Altstadt reich an nordthailändischem Charakter. Beim Betreten des Wat Phan On fallen einem sofort zwei goldene und weiße Steinskulpturen mythischer Wesen am Eingang ins Auge. Ihre schwarzen Augen vermitteln ein Gefühl göttlicher Macht, die dieses Land beschützt.
In Thailand wird der Mahayana-Buddhismus praktiziert. Vereinfacht ausgedrückt, lehrt dieser, dass gewöhnliche Menschen durch spirituelle Praxis die Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburt erlangen können. Diese Praxis erfordert das Erlangen höchster Weisheit durch Kontemplation und Meditation sowie die Entwicklung von Mitgefühl, um anderen zu helfen und sie zu führen. Nur so kann man Erleuchtung und den Buddha-Status erreichen. Daher befinden sich im Hauptsaal neben den beiden goldenen Buddha-Statuen weitere kleinere Buddha-Statuen, anders als in buddhistischen Tempeln in Taiwan, wo sich im Hauptsaal üblicherweise nur eine Buddha-Statue befindet.
Liegt es daran, dass der Mahayana-Buddhismus glaubt, dass es nicht nur einen Buddha, Shakyamuni Buddha, in den zehn Richtungen gibt, sondern dass es unzählige Buddhas in den drei Zeiten und zehn Richtungen gibt?
Die kunstvollen Fensterrahmen, die Ornamente an den Buddha-Statuen und die handgefertigten Türpaneele zeugen von der geschäftigen Gesellschaft zur Bauzeit des Tempels, die solch detailreiche und prachtvolle Schnitzereien ermöglichte. Wenn Sie eine Reise nach Chiang Mai planen, sollten Sie sich ein Motorrad mieten (200 THB/Tag), um die Altstadt zu erkunden und diese kulturell bedeutsamen Tempel zu besuchen.
Die beiden goldenen Buddha-Statuen beschützen die Menschen, die kommen und gehen.
Neben dem typischen thailändischen Tempeldach waren es auch die kunstvollen Details jeder einzelnen Fensterbank, die uns zum Verweilen einluden.
Die an den Buddha-Statuen verwendeten Accessoires unterscheiden sich deutlich von denen in Taiwan. Sie weisen einen aufwendigeren Stil auf.
An einem kühlen Nachmittag, als wir uns auf den Rückweg zum Hotel machten, war die Motorradfahrt durch die Straßen der Altstadt von Chiang Mai sehr angenehm!
◎ Phan-An-Tempel วัดพันอ้น
– Offizielle Website: http://www.watphan-ohn.com/












